Archiv für die ‘Blaulicht’ Kategorie

Leergeräumt

Autor: rettungsassi

Das Altenheim ist 200m von der Rettungswache entfernt. Es ist eine recht kleine, überschaubare Einrichtung. Wenn man selten auf dieser Außenwache ist mag man es anfangs vielleicht nicht kennen. Nachdem der RTW in den letzten 24 Stunden 8mal dort war, ergab sich folgender Dialog bei der Alarmierung: (weiterlesen…)

Zufälle…

Autor: rettungsassi

So, endlich kann ich mal wieder etwas schreiben. Nach den Feiertagen mit der Familie und einer schönen Silvesterparty bei mir (schönen Dank nochmal an alle Gäste! Hat Spaß gemacht!) habe ich meinen restlichen Urlaub genossen. Seit dem 05.01.2009 bin ich nun wieder im Dienst, aber seltsamerweise passiert nichts…. (weiterlesen…)

Geschlossene!

Autor: rettungsassi

Nachdem ich Anfang des Monats über die Diskussion zwischen meinem Kollegen und mir berichtet habe, fassten die betreuenden Ärzte nun einen Entschluss. Die Patientin wurde von uns in die geschlossene Abteilung der örtlichen Psychiatrie eingewiesen. (weiterlesen…)

Demnächst andere Route!

Autor: rettungsassi

Noch mal eine Kurzmeldung. Ich werde wohl demnächst eine andere Route zum Arbeitsort wählen… Hier passieren mir eindeutig zu viele Unfälle, wenn ich fahre. Im Gegensatz zum letzten mal bin ich jedoch diesmal nicht ausgestiegen. Da waren wirklich genug Leute und offensichtlich keine schwerverletzten. Die Leitstelle hab ich trotzdem angerufen und gefragt, ob er schon ne Meldung hat. (Notruf absetzen ist das Mindeste an Hilfeleistung - kann heutzutage, dank Mobiltelefon, auch jeder der kein Blut sehen kann oder einfach Angst hat zu helfen!) Fünf beteiligte PkW, zwei Leichtverletzte lautete die Bilanz. Das NEF und zwei RTW kamen mir noch entgegen.

Geschlossene?

Autor: rettungsassi

So, da bin ich mal wieder. War lange weg. Hab grad gesehen, dass der letzte Beitrag jetzt fast einen Monat alt ist…. Nunja, das hat mehrere Gründe:

  1. Passiert hier in letzter Zeit relativ wenig…
  2. Habe ich, auch auf grund meines derzeitigen Arbeitsumstände (Insider werden wissen was ich meine), wenig Lust zu schreiben
  3. Wünsche ich mir doch ein wenig mehr Feedback. Bei 30 Klicks pro Tag (an solchen, wo ich poste sogar bis zu 60) darf man das doch erwarten, oder?

Nach wiederum zwei ereignislosen Nachtschichten werde ich daher an dieser Stelle die Diskussion weiterführen (zu versuchen), die ich vorletzte Nacht mit meinem Kollegen hatte: (weiterlesen…)

Ein Notfall der anderen Art

Autor: rettungsassi

Um Mitternacht klingelt das Telefon der Rettungswache. Es spricht die Leitstelle. Wir sollen zu einem Psychologischen Notfall nach [5km entfernt] fahren. Sonder- und Wegerechte sind freigegeben. Wir erfahren noch, dass es sich um zwei Patienten (Mutter und Tochter) handelt und der Disponent zusätzlich versucht den Kassenärztlicher Notdienst zu alarmieren. (weiterlesen…)

Schreck in der Abendstunde

Autor: rettungsassi

Als Einleitung diesmal ein, nicht nur im Rettungsdienst, wichtiger Paragraph im Strafgesetzbuch (StGB):

§ 323c StGB
Unterlassene Hilfeleistung

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Achtung! Der folgende Text ist vielleicht nicht jedermanns Sache! Menschen mit schwachem Gemüt sollten hier aufhören zu lesen!

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Angriff der Killerbienen

Autor: rettungsassi

Letzte Nacht: Sah eigentlich grade nach einer schönen geruhsamen Nullschicht aus. Wir hatten DvD geguckt, Playstation gezockt und lagen nun in unseren Betten. Ich war grad im Begriff das Reich des Schlafes zu betreten, da packte mich etwas kaltes, hässliches, nervtötend-piependes und zog mich widerwillig zurück. Der Melder (00:35Uhr):

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Sinnlos

Autor: rettungsassi

So, da muss ich ja mal den Frust von letzter Nacht loswerden!

Eigentlich sah alles nach einer ruhigen Nacht aus. Um 03:38 Uhr geht der Melder:

Frau mit Hypertonus, Campingplatz [5km entfernt] zusammen mit dem NEF aus U. [20km entfernt]

Die Patientin, mitte 50, erwartet uns bereits vor der Campingplatzschranke weil sie den Pförtner nicht wecken will. Vorangegangen war ein Streit mit ihrem Ehemann, der selbst gemessene Blutdruck war 130/100 mmHg. Wir messen einen systolischen Blutdruck von 170 mmHg, Herzfrequenz 130/min. I.V.Zugang und EKG ist vor dem Eintreffen des Notarztes fertig, dieser will die Patientin mit ins Krankenhaus mitnehmen. Die Patientin verweigert dies, weil ihr Mann gar nicht wisse, dass sie den Rettungsdienst gerufen hat und sich sonst Sorgen machen würde. Aber eigentlich will sie mit. Wir sind nicht so, wecken den Pförtner um auf den Campingplatz zu fahren und dem Mann bescheid zu sagen. Doch die Adresse stimmt nicht, wir Kurven also (mittlerweile ist es 04:30 Uhr) auf dem Campingplatz umher, bis es uns zu blöd wird und wir uns entschließen die Dame einfach so mitzunehmen. In der Zwischenzeit hat sich die Frau auch wieder beruhigt, Blutdruck von 150 mmHg, Herzfrequenz 100/min. Der Pförtner bietet dem Notarzt an, ihn zum Ehemann zu führen. Wieder vergehen zehn Minuten… Den Ehemann interessiert das Ganze überhaupt nicht (”Endlich ist die Alte weg!”). Also machen wir den Transport ins Krankenhaus. Ein bisschen gequatsche über den Urlaub, den Campingplatz und Gott und die Welt von mir und wir konnten die Dame mit einem Blutdruck von 140 mmHg und einer Herzfrequenz von 90/min dem Pflegepersonal übergeben. Um 05:00 Uhr sind wir und das NEF wieder einsatzbereit. Der RTW ist um 05:20 Uhr wieder an der Wache und wir im Bett…

Fast 2 Stunden für solch einen Mist verschwendet. 2 Stunden in denen ein RTW und der Notarzt (Nachts nur 2 Notärzte im ganzen Landkreis) gebunden und nicht einsatzbereit sind! Mal abgesehen von den 2 Stunden Schlaf die uns fehlen……

Nachtschicht

Autor: rettungsassi

Soo, endlich mal frei und wieder ein wenig Zeit was zu schreiben. Die letzten 2 Nächte hatte ich Nachtdienst, den ersten an einer vermeintlich ruhigen Außenwache den anderen an der Hauptwache - es kam dann jedoch genau umgekehrt. Auf der Außenwache habe ich kein Auge zugetan, nur für kurze halbe Stunden konnte ich mal die Beine lang machen… Einsatztechnisch war wohl fast alles dabei was man in einer Samstag Nacht erwarten kann. Diverse Drogen-Intoxikationen (von C2 bis LSD) und Stürze. Zur Alkoholintoxikation sei gesagt: Lasst euch sowas niemals passieren! Wenn ihr im Krankenhaus an die falsche Schwester geratet habt ihr keinen schönen Heimweg. :P Die Technik: i.V. Zugang und 2000ml Infusionslösung reinlaufen lassen, das “filtert den Alk dann über die Nieren aus”. Nachteil: Das was die Nieren ausfiltern kommt in die Harnblase und ist bewusstlos dann nicht mehr zu halten. Also am nächsten Morgen mit vollgepissten Sachen nach Hause laufen… (Das Einsatzgebiet der Außenwache ist 12km vom KH entfernt).
Naja um 8 Uhr am Sonntagmorgen bin ich dann zum Schlafen nach Hause gefahren um um 18 Uhr wieder zurück zu eiern - Benzinpreise lassen grüßen, aber ich brauchte ein vernünftiges Bett. Das ist an der Außenwache für einen Dritten nämlich nicht vorhanden, sodass ich aufm Sofa liegen musste.
Sonntag war ich dann auf eine weitere arbeitsreiche Nacht eingestellt, die erwarteten Kreislaufnotfälle wegen der stickigen Gewitterluft blieben dann aber bis auf einen aus. Dazu kam noch eine Bänderverletzung nach Treppensturz, ein Apoplex und eine hypertensive Krise (verdammt! - Elfmeterschießen verpasst), aber das war alles Abends und wir konnten den Rest der Nacht schlafen.

Morgen ist, wie bereits erwähnt, Wohnungsübergabe. Möbel kriege ich leider noch nicht mit. So werd ich die nächste Woche wohl aufm Feldbett schlafen müssen. Weiß leider auch noch nicht, wie ich mich dort versorgen soll… ich überlege grade, ob ich nen Campingkocher und Dosenfutter mitnehmen soll. Hat einer von euch ne andere Idee? Nächstes Wochenende (28. - 29.06.) hab ich wieder Nachtdienst, da soll denn der Umzug erfolgen. Zumindest das Gröbste. Ich brauch allerdings immernoch ein paar Sachen! Leute guckt in euren Kellern! :D